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Faust 2015 > Ebene 29 Intermezzo "Erinnerungen"
29 Intermezzo „Erinnerungen“
 
Es ist wieder an der Zeit, zu verdeutlichen, dass es bei allem, was geschieht, um eine Wette zwischen Gott und Teufel, zwischen Himmel und Hölle, Gut und Böse, eben Panthyrann und Mephistopheles, geht.
Wie ein goldener Faden spannt sich diese „Wette“ vom „Prolog im Himmel“, eigentlich sogar vom „Vorspiel auf dem Theater“, bis zu den letzten Versen des „Epilogs“. An diesen „Roten Faden“ muss stets aufs Neue erinnert werden.
Das große im Chaos endende Karnevalsfest ist Geschichte. Es soll in der folgenden Szene „30 An der Börse“ eine Fortsetzung finden. Pantyrann, der im Goethetext niemals präsent, aber deshalb nicht weniger mitverantwortlich ist für das, was Mephistopheles mit Faust anstellt, geht zusammen mit Mephistopheles  über die Bühne.
Mephistopheles ist noch im Kostüm des Geizes, hat aber sein gewohntes Kostüm über dem Arm, bleibt in der Bühnenmitte stehen  und kleidet sich um.  Auch hier wird verdeutlicht, dass Theater  im Theater gespielt wird.
Panthyrann wartet auf Mephistopheles. Beide treffen sich weit im Hintergrund der Bühne, setzen sich auf einen der schwarzen Kuben und blättern im Almanach. Eine TV-Kamera überträgt mehrfach das Bild der beiden ohne Worte stark vergrößert an die Stellen, an denen soeben die Namen von Pleitebanken zu lesen waren.
Die Phantasiegestalt Mater Agape schwebt auf das Paar zu, bleibt für einen Moment stehen, schaut in das Buch, registriert die aufgeschlagene Seite teilnahmslos, gleitet weiter und verschwindet im Dunkel. Weder Panthyrann noch Mephistopheles bemerkten die Begegnung. Wie sollten sie auch, wenn die Botin eines anderen höheren Sphärenkreises ihren begrenzten  Horizont durchschreitet.
Die Bühnenverwandlung setzt sich fort und Pantyrann wie auch Mephistopheles werden von den sich neu formierenden Kuben verdeckt und können ungesehen die Bühne verlassen.
 
 
 
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